Prozesse in immoJUMP anlegen – Beispiel „Neuvermietung“ (Verwaltungspipeline)

Warum Prozesse? (und warum das dein größter Hebel ist)

Sobald du mehr als nur „eine Wohnung nebenbei“ machst, wiederholen sich die Abläufe ständig: Anfragen → Termine → Unterlagen → Entscheidungen → Vertrag → Übergabe → Nachlauf.

Ohne festen Prozess passiert fast immer das Gleiche:

  • Aufgaben landen in Chats, E-Mails, Notizen oder „im Kopf“
  • Dinge werden vergessen (oder zu spät erledigt)
  • Es gibt kein klares „Fertig“-Kriterium („Ist das jetzt done…?“)
  • Du musst ständig nachfassen und alles selbst zusammenhalten
  • Im Team arbeitet jeder „ein bisschen anders“ – Qualität schwankt

Mit einer Pipeline in immoJUMP machst du den Ablauf sichtbar, wiederholbar und delegierbar:

  • Jeder Schritt hat einen Status (als Ergebnis definiert)
  • Pro Status gibt es Standard-Aufgaben (Checkliste)
  • Jede Aufgabe hat Verantwortlichen + Deadline
  • Du siehst jederzeit: Wo hängt es? Was ist der nächste Schritt?

Ergebnis: weniger Leerstandstage, weniger Chaos, weniger Nachfassen, mehr Tempo und gleichbleibende Qualität.

Merksatz: Je größer dein Bestand, desto weniger darf dein Erfolg von „Gedächtnis“ abhängen.


Mehr als nur Ankauf & Verwaltung: Du kannst jeden Immobilienprozess abbilden

Wichtig: Neuvermietung ist nur ein Beispiel. Das Prinzip funktioniert für praktisch alle Prozesse:

  • Ankauf (Exposé → Besichtigung → Angebot → Finanzierung → Notar)
  • Mieterhöhung (Prüfung → Schreiben → Frist → Rücklauf → Umsetzung)
  • Schadensfall (Meldung → Angebot → Beauftragung → Kontrolle → Abrechnung)
  • Nebenkostenabrechnung (Belege → Prüfung → Erstellung → Versand → Rückfragen)
  • Sanierung (Planung → Angebote → Vergabe → Ausführung → Abnahme)
  • Mahnlauf/Zahlungsrückstand (Erinnerung → Mahnung → Ratenplan → Inkasso)
  • Objekt-Onboarding nach Kauf (Unterlagen → Verwaltungstool z. B. Nahaus → Dienstleister → Stabilisierung)

Schritt-für-Schritt: Verwaltungspipeline in immoJUMP anlegen

  1. Links im Menü auf „Pipelines“ klicken.
immoJUMP Menü: Pipelines
  1. Oben auf das „+“ klicken (Pipeline anlegen).
immoJUMP: Pipeline anlegen
  1. Name vergeben, z. B. „Neuvermietung“.
  2. Status/Spalten anlegen (das sind deine Prozessschritte).
  3. Speichern.

Empfehlung: Lege direkt pro Status Standard-Aufgaben (Aktivitäten) an, die immer wieder gebraucht werden (z. B. „Unterlagen anfordern“, „Besichtigung planen“, „Bonität prüfen“).

Wenn du das konsequent machst, entsteht daraus echte Workflow-Logik: Du verschiebst die Immobilie in den nächsten Status – und die passenden Aufgaben sind sofort klar (und je nach Setup auch automatisch vorbereitet).


Status anlegen (Spalten)

  • Ganz rechts findest du die Eingabe, um einen neuen Status hinzuzufügen.
Neuen Status hinzufügen
  • Du kannst die Reihenfolge per Drag & Drop ändern, bis der Flow logisch ist.
Status-Reihenfolge per Drag & Drop ändern

Achte darauf: Status sind Ergebnisse, nicht Tätigkeiten.

Beispiele für gute Status-Namen:

  • „Unterlagen vollständig“ (statt „Unterlagen sammeln“)
  • „Bonität geprüft“ (statt „Bonität prüfen“)
  • „Vertrag unterschrieben“ (statt „Vertrag senden“)

Warum? Weil ein Ergebnis messbar ist: Ja/Nein – fertig/nicht fertig.

So sieht der fertige Status-Flow (Beispiel) aus:

Fertiger Neuvermietungsprozess als Status-Flow

Workflow-Automatisierung hinzufügen (Standard-Aufgaben)

Für jeden Status definierst du 3–4 Aufgaben, die immer dazugehören. Damit wird dein Prozess nicht nur „eine Spalte“, sondern ein Standard, der sich jedes Mal wiederholt – auch wenn du delegierst.

Beispiel – Status: „Besichtigung durchgeführt“

  • „Besichtigungsnotiz erfassen“
  • „Unterlagenlink senden“
  • „Frist setzen: Unterlagen bis Datum X“

Beispiel – Status: „Unterlagen vollständig“

  • „Selbstauskunft prüfen“
  • „SCHUFA/Bonität prüfen“
  • „Einkommen vs. Miete plausibilisieren“

So gehst du in immoJUMP vor:

Workflow-Automatisierung öffnen
Standard-Aufgaben je Status definieren
Workflow speichern und testen

Der fertige Prozess: Neuvermietung (Beispiel)

Typische Status-Reihenfolge (kurz):

  1. Auszug bestätigt
  2. Einheit vermietbereit
  3. Vermarktung live
  4. Vorauswahl qualifiziert
  5. Besichtigung durchgeführt
  6. Unterlagen vollständig (Quality Gate)
  7. Bonität geprüft / Zusage erteilt (Quality Gate)
  8. Vertrag unterschrieben
  9. Übergabe abgeschlossen
  10. Stabilisiert

So sieht das im Alltag aus:

Fertiger Prozess – Überblick
Fertiger Prozess – Aufgaben & Status

Optional: Hier kannst du die Status-Grafik (HTML-Canvas) bereitstellen:


Best Practices für starke Verwaltungspipelines

  • Status als Ergebnis formulieren („Unterlagen geprüft“ statt „Prüfen“).
  • Pro Status max. 3–4 Standard-Aufgaben, sonst wird’s träge.
  • Jede Aufgabe hat genau 1 Verantwortlichen + Deadline.
  • Definiere pro Status Exit-/Akzeptanzkriterien, damit niemand „gefühlt fertig“ ist.
  • Baue 1–2 Quality Gates ein (z. B. „Unterlagen vollständig“, „Bonität geprüft“) – das spart später richtig Ärger.

Bonus: Pipelines teilen untereinander